Leverkusen. Am 24. November 1986 wurde die Partnerschaft der Feuerwehren von Funchal und Leichlingen offiziell besiegelt.
Von Dieter Clarius

Am 24. November 2016 feiert die Leichlinger Wehr zusammen mit dem Bombeiros auf Madeira das 30-jährige Bestehen der Feuerwehrpartnerschaft. Alles begann am 2. April 1986. Auf Wunsch der deutschen Honorarkonsulin Elisabeth Gesche hatte RP-Redakteur Dieter Clarius dem damaligen Stadtbrandmeister der Leichlinger Feuerwehr, Herbert Wieden, 1984 die besonders prekäre Situation der Feuerwehrkameraden auf Madeira geschildert. Die Einsatzkräfte hatten überaltertes Material und kaum eine Chance, neue Fahrzeuge zu bekommen. Portugal war 1984 noch nicht EU-Mitglied und konnte nicht mit den Segnungen des EU-Spendentopfs rechnen.

Im April 1986 reiste Wieden nach Madeira, um an einem von Clarius arrangierten Treffen in der alten Feuerwache teilzunehmen. Elisabeth Gesche fungierte als Dolmetscherin. Teilnehmer dieses ersten Treffens, aus dem sich fast zehn Jahre später, 1996, die Städtepartnerschaft zwischen Funchal und der Blütenstadt Leichlingen entwickelte, waren Herbert Wieden, seine damalige Lebensgefährtin Elke Wieden, Gerda Clarius, Dieter Clarius, Feuerwehrpräsident Vigilio Pireira, Elisabeth Gesche und Feuerwehrkommandant Vaz Camacho.

Dieses denkwürdige Treffen fand in der heute nicht mehr existierenden Feuerwache in der Nähe des Elektrizitätswerkes statt. Am 24. November 1986 wurden die Partnerschaftsurkunden Funchal/Leichlingen in beiden Städten durch Wieden, Vaz Camacho und Virgilio Pereira gegengezeichnet. Bereits im Oktober 1988 half Wieden beim Aufbau der Freiwilligen Feuerwehr in der Madeirenser Kleinstadt Ribeira Brava. Diese Bombeiros bekamen von den Leichlingern eine starke Pumpe (Fachbezeichnung: TF8).

Kurz darauf zeigte die Partnerschaft weitere Früchte. Als am 29. Oktober 1993 eine Hochwasserflut mit Toten und vielen Verletzten über Madeira hereinbrach, kamen Wieden und acht Leichlinger Feuerwehrleute den portugiesischen Freunden zu Hilfe. Sie brachten dreieinhalb Tonnen Schlauchmaterial sowie Pumpen zur Insel und unterstützten die Bombeiros in Funchal im Katastropheneinsatz. Das zweite Drama spielte sich am 21. Februar 2010 ab. Ebenfalls bei einem Hochwasser rissen die Fluten der Flüsse in Funchal und Ribeira Brava viele Menschen in den Tod. Inoffiziell sprach man von 120 Opfern, über 200 Verletzten und zahlreichen Menschen, die durch die Fluten ihr Hab und Gut verloren hatten. Stadtbrandmeister Horst Schmittberg und die Leichlinger Oberbrandmeister Bernd Thomsen und Jens-Uwe Kurth eilten ihren Madeirenser Kameraden zu Hilfe. Sie pumpten in Funchal Keller leer und sahen sich auch die immensen Schäden in Ribeira Brava an, wo mehrere Häuser von den Fluten mitgerissen wurden.

Der deutsche Botschafter in Lissabon, Elfenkämper, bezeichnete die Aktion der Leichlinger als "Lichtblick" und als "Akt praktischer Solidarität". Er zollte der Feuerwehr Leichlingen Lob, Anerkennung und "meinen aufrichtigen Dank", schreibt der Botschafter in einem Brief. Dabei hatte das Bundesinnenministerium die Hilfsaktion anfangs kritisiert. Erst spät gab es auch Lob von Thomas de Maizière.

In dieser Woche flog eine Gruppe Leichlinger zu den Feierlichkeiten nach Funchal. Mit dabei neben Feuerwehrchef Ronald Hillbrenner auch Ex-Stadtbrandmeister Horst Schmittberg - Wieden indes musste seine Reise gesundheitlich bedingt im letzten Moment absagen.
Quelle: RP

Abermals ist ein deutscher Tourist abgestürzt

Der Mann aus Karlsruhe fiel 200 Meter tief und konnte nur noch tot geborgen werden

16.12.2016

FUNCHAL (cl) Offenbar alleine auf Levadatour oberhalb von Funchal war nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Madeira (BVM) am Freitag ein 57jähriger deutscher Urlauber aus Karlsruhe. Die Bombeiros bargen seinen Körper 200 Meter unterhalb der Absturzstelle. Damit waren sechs Mann mehrere Stunden beschäftigt. Wie es zu dem tödlichen Unfall kam, muss jetzt die Kriminalpolizei ermitteln. Es scheint, dass der Tourist auf dieser an dieser Stelle extrem schmalen und durch keinen Zaun gesicherten Levada allein unterwegs war. Es hätten sich während der Bergungsaktion, so die BVM, keine Begleiter gemeldet.


Britische Touristin an der Levada do Norte tödlich verunglückt

100 Meter tief abgestürzt

26.11.2016

RIBEIRA BRAVA (DN/cl) In den heutigen Mittagsstunden wurde die Feuerwehr von Ribeira Brava vom Ehemann einer Touristin um Hilfe gerufen. Seine Frau sei abgestürzt. Die Helfer, die mit mehreren Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen ausrückten, konnten die Frau, die 100 Meter abgestürzt war, nach einem mehrstündigen Einsatz nur noch tot bergen. Die Verunglückte war Engländerin. Die näheren Umstände des Unfalls sind zur Zeit nicht bekannt.








Deutscher Jugendlicher brach sich ein Bein

Frau stürzte 30 Meter tief

RIBEIRA BRAVA (DN/cl) Die Bergrettungsstaffel der Bombeiros von Ribeira Brava musste ausrücken, um einen 15jährigen Deutschen an der Levada do Norte zu bergen. Das war im Bereich zwischen Encumeada und São Vicente. Er war etwa 15 Meter tief abgestürzt, wie der Diario de Noticias am 29. Oktober in seiner Online-Ausgabe schrieb. Die Feuerwehr-Rettungsstaffel bestand aus sieben Personen. Der Junge sei aus schwierigem Gelände geborgen worden und klagte über heftige Schmerzen. Wie es zu dem Unfall kam, teilte DN nicht mit.

Glück im Unglück hatte eine deutsche Levadawanderin. Sie war ebenfalls an der Levada do Norte rund  30 Meter tief abgestürzt. Nur der Umstand, das sie von dichtem Gebüsch aufgefangen wurde, verhütete Schlimmeres. Sie erlitt lediglich Hautabschürfungen. Zehn Bombeiros aus Ribeira Brava waren drei Stunden damit beschäftigt, die Frau aus ihrer mißlichen Lage zu retten. Sie war mit einer Kleingruppe aus vier Personen gewandert.

Flug-Storno – Gebühr ist nicht rechtens
(tmn) Airlines und Buchungsportale dürfen für die Stornierung eines Fluges keine Bearbeitungsgebühr verlangen. Es handele sich um ein gesetzliches Recht des Fluggastes, für das keine zusätzlichen Kosten berechnet werden dürften, informiert die Verbraucherzentrale Brandenburg. Ein entsprechendes Urteil hatte 2014 das Berliner Kammergericht gefällt (Az.: 5 U 2/12). In der Praxis fordern Fluggesellschaften und Portale für eine Flugstornierung oft eine pauschale Gebühr. Kunden sollten hartnäckig bleiben. Sie können für die Stornierung Musterbriefe der Verbraucherzentralen nutzen.


"Madeira News" sprach mit Offiziersanwärtern auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock"

Das Marineschiff befindet sich auf seiner 168. Auslands-Ausbildungsreise

FUNCHAL/MADEIRA (cl)  Eineinhalb Tage lang liegt der Stolz der deutschen Marine, das Segelschulschiff „Gorch Fock“, auf Reede vor der Inselhauptstadt Funchal. Die weiße Drei-Mast-Bark lockt viele Einwohner und Urlauber auf die Uferpromenade. Kräftige Winde haben dafür gesorgt, das der Großsegler schneller sein Ziel, die portugiesische Atlantikinsel, bei seiner 168. Auslands-Ausbildungsreise erreichte. Dann aber ging es endlich in den Hafen von Funchal. Nur wenige Meter vor dem gigantischen Bug des Kreuzfahrers „Mein Schiff 4“ bekam das Schulschiff seinen Platz am Kai zugewiesen.

Nachdem das Schiff sicher vertäut war, ergab sich die Gelegenheit, mit drei jungen Kadetten aus NRW zu sprechen. Insgesamt sind 108 angehende Marineoffiziere an Bord. Hauptgefreiter Maximilian Felix Ziprian(20) stammt aus Velbert und besuchte dort das Geschwister-Scholl-Gymnasium. „Da kommen gute Leute her“, meint er nicht ohne Stolz. Der Velberter ist seit dem 1. Oktober  2014 bei der Bundeswehr. Felix: „Zuerst als freiwillig Wehrdienstleistender, dann habe ich mich für die Offizierslaufbahn entschieden.“ Am 1. Juli 2015 kam er zur Marineschule Mürwik in Flensburg. Anfang September kam er als Obergefreiter in Dublin, der ersten Station der Reise, an Bord des Segelschulschiffes, wo den Kadetten eine Segelvorausbildung „verpasst“ wurde, wie Kapitänleutnant und Presseoffizier Thomas Miatke erklärte. Im Hafen der irischen Hauptstadt wurde den jungen Männern und Frauen das Entern in die Masten beigebracht „um sie bestmöglich auf ihre erste Seefahrt vorzubereiten.“

„An einem Strang“ mit seinen Kameraden an Bord zieht auch Gefreiter Simon Luckow (18) aus dem Kreis Wesel. „Ich bin aus Hiesfeld bei Dinslaken. Ich besuchte dort das GHZ-Gymnasium.“ Er sei durch seinen „besten Freund Julian“ zur Marine gekommen. „Bereut habe ich das bis heute nicht. Ich bin von Anfang an positiv auf meinen Dienst bei der Bundeswehr eingestellt.“ Allerdings hinderte diese Einstellung nichts daran, dass sich am Anfang der Seereise sein Magen schon mal „umdrehte“ und er „Neptun geopfert“ habe. „Da hatten wir aber Windstärke 8“, sagte er und forderte den Widerspruch seiner Kameraden heraus. „Das waren höchsten 5 bis 6, mehr nicht, erwiderten diese. Seine Seekrankheit gehöre der  Vergangenheit an. Inzwischen seien ihm Seemannsbeine gewachsen, meint er heute.

Der dritte im Bunde der NRW-Seilschaft ist Gefreiter David Dominik (19) aus Bottrop, wo er die Willi-Brandt-Gesamtschule besuchte und 2015 das Abitur machte. „Die Freiheit auf See bedeutet mir alles“ erklärt er, der ebenfalls durch einen Segelfreund zur Marine fand. „Diesen Teamgeist kann man nur auf einem solchen Schiff erfahren, da kann die Wirtschaft nicht mithalten“, ist er überzeugt. Er ist begeistert von der Hängematte: „Bei Seegang wird man schön in den Schlaf gewiegt.“ Darüber hinaus würde der Dienst an Bord den Menschen sehr zum Positiven prägen, ist er der Überzeugung. Dominik studiert Maschinenbau und möchte später möglichst auf eine Fregatte in die Schiffstechnik wechseln. Bis dahin gilt es aber noch pauken, büffeln und Deck schrubben.


Hafen von Funchal

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Funchal

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  • 03 Jan 2019

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  • 04 Jan 2019

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