Busunglück auf Madeira

Tragisches Busunglück mit 28 Toten und 27 Verletzten

18.04.2019

Cl. Caniço. Ein schreckliches Busunglück auf Madeira erschüttert die Insel. Am späten Nachmittag des 17. April war ein Touristen-Reisebus kurz hinter dem Hotel Quinta Splendida auf dem Weg nach Caniço de Baixo in einer Linkskurve von der Straße abgekommen und ca. 8 Meter tief einen Abhang hinunter gestürzt. In dem sich überschlagenden Bus saßen 57 Urlauber, von denen 28 bei dem Unglück starben. Nach Angaben der Behörden sollen es ausschließlich deutsche Touristen sein, elf Männer und 17 Frauen. Der Busfahrer und der Reiseleiter, beides Portugiesen, überlebten das Unglück verletzt.

Die 27 Verletzten wurden in das Hospital in Funchal gebracht, wo sie von Notärzten versorgt und von deutsch sprechenden Seelsorgern betreut werden. Die portugiesische Regierung hat zugesagt, ein Militärflugzeug zu schicken das einen Teil der Verletzten nach Lissabon bringen soll um sie in dortigen Krankenhäusern zu versorgen. Bei dem Unglück schlug der Bus auch auf ein Haus, dessen Bewohner zum Glück abwesend waren. Es besteht die Vermutung, dass unter den Toten auch zwei portugiesische Passanten sind, die sich neben dem vom Bus getroffenen Haus aufhielten.

Rund 20 Rettungswagen waren im Einsatz um die Verletzten nach Funchal zu bringen. Notfallärzte kümmerten sich bereist vor Ort um die Überlebenden der Katastrophe. Zahlreiche Einheimische halfen den Bombeiros bei den Aufräumarbeiten.

Zur Zeit befindet sich Bundesaußenminister Heiko Maas auf der Insel um sich einen Überblick zu verschaffen. Auch die Leichlinger Feuerwehr, durch eine Städtepartnerschaft partnerschaftlich mit Funchal verbunden, drückt ihr Bedauern zum Unfall aus. Der deutsche Botschafter sowie Konsularbeamte befinden sich ebenfalls vor Ort, um die hiesigen Behörden zu unterstützen und um die Identität der Toten zu ermitteln. Wegen der Osterfeiertage kann sich das allerdings ein paar Tage hinziehen.

Das Auswärtige Amt hat ein Kriesenstab eingerichtet und eine Teleonnummer geschaltet. Sie lautet 030 5000 3000.

Wie es zu dem Unfall kam, kann bisher niemand sagen. Erste Vermutungen sprechen von versagenden Bremsen bzw. einem klemmenden Gaspedal. Auch auf Medeira gelten strenge Prüfbedingungen. Der Bus muß einmal im Jahr zum TÜV. Er war erst fünf Jahre alt. Die Strecke auf der der Bus abstürzte wird täglich von Linienbussen und Reisebussen befahren. Es ist seit Jahrzehnten der erste schwere Unfall mit so vielen Toten. Die Inselregierung hat eine dreitägige Staatstrauer angeordnet.

Weitere Informationen finden sie auf der Webseite der deutschen Tagesschau:

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-529107.html

Inzwischen sind die Verletzten wieder in Deutschland. Ein Lazarettflugzeug der Bundeswehr hat sie abgeholt.

Auch die Leichname der Deutschen sind wieder in der Heimat. Transportflugzeuge der portugiesischen Luftwaffe haben am 1. und 2. Mai die Särge nach Frankfurt gebracht. Von dort werden sie in ihre Heimatorte überführt.

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