Ferienvermietung nur mit AL-Lizenzen
Ab 1. Juli 2018 dürfen Online-Vermietungsplattformen wie AirBnB und Booking nur noch Immobilien auflisten, die im nationalen Tourismus-Register ordnungsgemäß mit „AL“ Nummern gelistet sind. Die Verpflichtung zur Einschreibung ist Teil einer neuen Simplex-Initiative. Mit der neuen Verordnung will die port. Regierung den unlauteren Wettbewerb von illegalen Eigentümern vermeiden und die Einhaltung der Vorschriften verbessern.

 

Ein Brief vom Finanzamt

von

Dennis Swing Greene

 

Auch als ausländischer Bewohner können Sie Briefe vom hiesigen Finanzamt ("AT") erhalten. Wie viele portugiesische Bürger dürfte Sie der verschlüsselte Inhalt verwirren. Die Briefe sind in "bürokratisch" geschrieben.

So ein Brief kann mit einer Zahl daherkommen, die möglicherweise eine Steuerforderung ist. Er kann auch eine Frist enthalten, die festlegt, bis wann man reagieren soll. Der erste Punkt ist, nicht in Panik zu verfallen. Geben Sie den Brief Ihrem Steuerberater; er weiss, wie man den Inhalt interpretiert. Wenn es ein Problem gibt, kann er Ihnen helfen. Steuern sind nicht zu umgehen, aber mit der richtigen Unterstützung zahlen Sie eben nur den nach dem Gesetz fälligen Betrag.

Beispiele für regelmäßige AT-Briefe sind:

  • Die "IUC" - Kfz-Steuer;
  • Die "IMI" - jährliche Grundsteuer;
  • Eine "Nota de Liquidação" – das ist eine Steuerforderung.


Das Schreiben kann auch von anderer Art sein:

  • Eine Einladung, das lokale Finanzamt zu besuchen und eine Angabe zu klären, die die Beamten in Ihrer Steuererklärung nicht verstehen oder
  • Es könnte auch ein "Weckruf" sein, weil die AT festgestellt hat, dass sie gerne eine Steuererklärung von Ihnen hätten...


Wenn das AT ein Problem mit Ihrer Steuererklärung hat, kann der Buchhalter eine Beschwerde einlegen. Dies führt meist zu neuen Schreiben, die ebenfalls an Ihre Adresse geschickt werden. Geben Sie sie einfach an den Steuerberater weiter.

Manchmal kann es das AT sein, das falsch liegt, vielleicht ist es ein einfacher Fehler in Ihrer Steuererklärung. Wenn falsche Summen angegeben wurden, oder wenn eine Angabe fehlt, kann eine Korrektur-Erklärung nötig werden. Wenn man Sie allerdings dabei ertappt hat, dass Sie einfach keine Steuererklärung eingereicht haben, sind die Konsequenzen ernster.

Ein Teil des Problems für ausländische Einwohner ist der Mangel an Fachwissen auf der lokalen Ebene. Das internationale Steuerrecht kann komplex sein; auch in Bezirken mit einem hohen Anteil an ausländischen Bewohnern ist es ungewöhnlich, Beamte zu finden, die z.B. über Doppelbesteuerungs-Abkommen Bescheid wissen.

Auf der anderen Seite wurden in den letzten Jahren Fortschritte gemacht. "Simplex" hat in vielen Bereichen Abläufe vereinfacht. Einige Probleme, die einst Monate in Anspruch genommen haben, können nun in zwei Tagen abgewickelt werden.

Sie könnten auch sagen: "Ich habe nie etwas vom Finanzamt erhalten." Wenn dies der Fall ist, gibt es zwei mögliche Erklärungen:

  • Sie können einer der glücklichen Steuerzahler sein, die nie ein Problem hatten, oder
  • Sie können beim AT mit einer falschen Adresse registriert sein.

 

Letzteres kann zu schwerwiegenden Konsequenzen führen, bei denen das Versäumnis, auf  wichtige Meldungen zu reagieren, zu einer Häufung von Steuerschulden führen kann. Es ist wichtig, herauszufinden, was da los ist!.



Dennis Swing Greene ist Vorsitzender und Internationaler Steuerberater für euroFINESCOs.a. (Tel. 96 3494139)

www.eurofinesco.com

Finanzämter in Europa reden miteinander über Ihr Einkommen

 

Der EU-Informationsaustausch kommt
von
Dennis Swing-Greene


Der EU-Informationsaustausch ist ein Informationssystem für den automatischen Austausch von Steuerinformationen im Rahmen der OECD. Bisher haben 98 Länder dieses Abkommen unterschrieben; man geht davon aus, das noch weitere Länder sich anschließen werden. Bisher wurden Steuerinformationen auf Basis der meisten Doppelbesteuerungsabkommen nur auf Anfrage ausgetauscht. Dieser Ansatz hat sich bei der Verhinderung von Steuerhinterziehung nicht als wirksam erwiesen. Mit dem neuen System werden in Zukunft alle relevanten Informationen automatisch und systematisch übertragen.

Vor kurzem erhielten wir die folgende Anfrage zu dieser Problematik. Die Fragen und Antworten sind relevant für viele Ausländer, die in Portugal ansässig sind

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich bin Schweizer Staatsbürger und lebe seit 2007 in Portugal, ich verfüge auch über eine "Numero fiscal". Ich habe bislang noch keine Steuererklärung hier abgegeben und wurde nie von den portugiesischen Steuerbehörden angesprochen. Ich leben von Zinsen und Dividenden, die in meinem Bankkonto in der Schweiz deponiert sind.

Das Problem ist nun, dass die Schweizer Banken ab 2017 die portugiesischen Behörden über meine Dividenden- und Zinserträge informieren werden. Ich habe nun über verschiedene Alternativen nachgedacht:
- Nichts zu tun, in der Hoffnung, dass die Steuer-Leute sich um mein Einkommen nicht kümmern;
- Eine Steuererklärung im Jahr 2018 für das Jahr 2017 abzugeben, in der Hoffnung, dass die Behörden nach den früheren Jahren nicht fragen;
- Mit den Behörden Kontakt aufnehmen und fragen, was ich tun soll.

Was könnten die schlimmsten Folgen für mich sein? Sollte ich Steuern für die letzten vier Jahre zahlen? Müsste ich mit einer Strafe oder sogar Gefängnis rechnen? Macht es einen Unterschied, wenn ich die Initiative ergreife und mich an die Steuerbehörde wende?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Unterschrieben, "in Verzug"


Sehr geehrter "in Verzug",
Ihre Situation ist nicht ungewöhnlich. Sie sind einer von vielen ausländischen Einwohnern in Portugal, die mit ihren hiesigen Steuerverpflichtungen nicht konform sind. Mit dem EU-Informationsaustausch muss man davon ausgehen, dass diese Unregelmäßigkeiten ans Licht kommen.

Wenn Sie diese Situation nicht regeln, sind die Behörden eher geneigt, in der Vergangenheit zu graben, um festzustellen, ab wann Sie Ihren steuerlichen Wohnsitz nach Portugal verlegt haben. Das Finanzamt kann bis zu vier Jahre nachträglich Steuern einfordern.

Auf der anderen Seite ist es wenig wahrscheinlich, dass Fragen zu den vergangenen Jahren gestellt werden, wenn Sie hier wenigstens ab 2016 und damit vor Inkrafttreten des Abkommens eine Steuererklärung einreichen. Wir empfehlen Ihnen, proaktiv zu sein und Ihre portugiesische „IRS“-Erklärung für das Jahr 2015 abzugeben. Danach sollten Sie die Berichterstattung in den nächsten Jahren fortzusetzen. Beachten Sie, dass Sie durch die bestehenden Verträge zwischen der Schweiz und Portugal gegen eine Doppelbesteuerung geschützt sind. Konform zu sein, bedeutet nicht unbedingt, mehr Steuern zu zahlen!

Mit freundlichen Grüßen

Dennis Swing Greene


In dieser sich schnell verändernden Welt führen Datenaustausch und unterlassene Meldungen nur zu Komplikationen. Die ordnungsgemäße Abwicklung von Steuererklärungen ist der Schlüssel. Man sollte seine Rechte kennen und das Beste aus den Chancen machen, um mit einer nachhaltigen Lösung Probleme zu vermeiden.

 

Dennis Swing Greene ist internationaler Steuerberater der euroFINESCO s.a. www.eurofinesco.com

 

Alles rund ums Geld aus der madeirensischen Kanzlei
von Denis Swing Greene, einem Fachanwalt für portugiesisches Steuerrecht:

Weiterlesen: : Alles rund ums Geld

Hafen von Funchal

Madeira Webcam

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